Mit Früchten Gutes tun? Aber sicher!

Am Samstag, den 23.11.2019 war es mal wieder soweit: die all jährige ORANGENAKTION fand statt.

Zwanzig Jungscharkinder haben dabei tatkräftig mit angepackt. Schon in aller Frühe sind sie warm eingemümmelt durch Sonnenberg gezogen und haben 120kg süßer Orangen an die Sonnenberger gebracht.

Mit von der Partie waren 5 Mitarbeitende aus verschiedenen Gruppen. Zu Beginn wurde über das Projekt berichtet, dem der Erlös der Orangen zugute kam. Dieses Jahr war es ein Schulprojekt in Rumänien für das gesammelt wurde. Die Kinder haben gelernt, dass es überall auf der Welt Armut gibt und dass wir etwas dagegen tun können und armen und benachteiligten Menschen helfen können. Nachdem die Kinder die Orangen verteilten, gab es noch einen gemütlichen gemeinsamen Abschluss im Gemeindezentrum Sonnenberg bei Punsch & Lebkuchen.

Hier noch ein paar Facts zu dem diesjährigen Projekt:  

 Rund 3 Millionen Einwohner haben Rumänien in den letzten Jahren verlassen, die meisten von ihnen aus den ländlichen Gegenden, etwa im Osten der Karpaten. Eine der Folgen ist, dass die bisherigen „Zwerg-Schulen“ in den verstreuten Dörfern geschlossen wurden. Ohne öffentliche Verkehrsmittel oder anderweitige Transportmittel können Kinder den 10 oder 15 Kilometer langen Weg nicht zurücklegen.

 

Diese Not haben sich die Nonnen des Klosters Piatra Fontanele zu Herzen genommen und helfen den Kindern und Familien mit der Gründung eines Internats im Kloster – ein sozial-diakonisches Projekt und Bildungsangebot im umfassenden Sinn für Leib, Seele und Geist.

Die Nonnen unterstützen auch Eltern, die monateweise nach Italien oder Spanien gehen, um den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen. In der Obhut der Nonnen wissen sie ihre Kinder bestens versorgt und müssen sie nicht in ein Kinderheim geben. Durch den EJW-Weltdienst fanden bereits drei Workcamps im Kloster statt, um das Kinderprojekt zu unterstützen und weitere Räumlichkeiten für die Aufnahme von Kindern zu schaffen.

Die Nonnen kümmern sich aber nicht nur um die Unterbringung und Verpflegung, sie geben den Kindern auch Nachhilfe oder bringen ihnen das Theater- oder Gitarrespielen bei. Vom Melken, Misten und Harken auf den Bauernhöfen ihrer Eltern haben die Kinder schon eine dicke Hornhaut auf den Fingern. Anfangs taten sie sich deshalb etwas schwer beim Greifen der Saiten. Mittlerweile spielen sie bereits in der Stadt bei Veranstaltungen der Partnerschule mit.

Das Internat ist ein erster Schritt für eine nachhaltige Schulbildung auf dem Land. Das Kloster möchte den Kindern der verarmten Landbevölkerung eine Perspektive bieten und ihnen durch Bildung eine bessere Zukunft ermöglichen.

 

Wir sind sehr dankbar für die vielen Kinder, die so motiviert dabei waren und dieses großartige Projekt durch ihre tatkräftige Hilfe unterstützt haben! Ihr seid super!